Bilaterale technische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Venezuela

Wasser strömt aus dem Hahn Bild vergrößern Köstliches Naß (© picture alliance / Bildagentur-o) Die Bundesrepublik Deutschland und Venezuela kooperieren seit 1991 im Bereich der technischen Zusammenarbeit durch die Entsendung von Experten und technisches Equipment. In diesen Jahren wurden diverse Projekte erfolgreich abgeschlossen, etwa im Bereich der Berufsausbildung, der Beschäftigungsförderung, des Schutzes von Umwelt und natürlichen Ressourcen, Reform des öffentlichen Sektors und Armutsbekämpfung.

Neben der technischen bilateralen Zusammenarbeit haben die politischen Stiftungen - Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung und Hanns Seidel Stiftung - Projekte im Bereich der Reform des öffentlichen Sektors, der Dezentralisierung und Demokratisierung finanziert. Dasselbe gilt für Gewerkschafts- und Menschenrechtsorganisationen. Weitere Mittel werden über die Europäische Union und andere multilaterale Organisationen (Weltbank, Interamerikanische Entwicklungsbank, ...) sowie durch religiöse Institutionen zur Verfügung gestellt, um Entwicklungsprojekte in Venezuela zu fördern.

Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt seine Aktivitäten in Venezuela ein, da das Land über ein relativ hohes Pro-Kopf-Einkommen verfügt. Die derzeit laufenden Projekte werden noch abgeschlossen, jedoch keine neuen mehr bewilligt. Diese Entscheidung bedeutet jedoch nicht, dass Venezuela nicht mehr bei regionalen Projekten berücksichtigt werden könnte.

Gegenwärtig deckt die technische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Venezuela zwei Gebiete ab:

1) Kleinstprojekte der Deutschen Botschaft
Die Deutsche Botschaft hat das Programm der Kleinstprojekte mit großem Erfolg fortgesetzt. Damit existiert ein schnelles, effektives und unbürokratisches Instrument zur Finanzierung von kleineren Projekten im Bereich der Infrastruktur (Kommunikationswege, Wasser- und Energieversorgung, kommunale Installationen), des Schulwesens, der Berufsausbildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserung von Einkommen und Ernährung (v.a. Landwirtschaft) und Umweltschutz. Die maximale Förderung beträgt 20.000 EUR und das Programm deckt ganz Venezuela ab.

Beispiele für Kleinstprojekte

 

2) Technische und finanzielle Zusammenarbeit

Die technische und finanzielle Zusammenarbeit fällt mittlerweile größtenteils in die Zuständigkeit der Europäischen Union.

Weitere Informationen (spanisch)

CAF erhält EUR 285 Mio. von KfW

Die Lateinamerikanische Entwicklungsbank CAF erhält von der deutschen KfW-Bank Kredite in Höhe von bis zu EUR 285 Mio. für Projekte im Bereich Klima- und Wasserschutz in Lateinamerika. Dazu unterzeichneten Botschafter Walter Lindner und CAF-Präsident Enrique Garcia in Caracas das entsprechende Abkommen.

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