Krisenvorsorge

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1.Erreichbarkeit der Botschaft

Die Telefonnummer der Botschaft ist 0212-219 2500. Außerhalb der Dienstzeiten erreichen Sie den Bereitschaftsdienst der Botschaft unter 0414 3061892.

 
2. Krisenvorsorgeliste
Zur Krisenvorsorge empfiehlt die Botschaft allen Deutschen, auch denjenigen, die sich nur vorübergehend in Venezuela aufhalten, sich und ihre Familienangehörigen in die Deutschenliste eintragen zu lassen. Es handelt sich um eine freiwillige Maßnahme. Die Botschaft Caracas rät, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, damit sie – falls erforderlich – in Krisen- und sonstigen Ausnahmesituationen mit Deutschen schnell Verbindung aufnehmen kann.
Die Aufnahme in die Krisenvorsorgeliste erfolgt passwortgeschützt im Online-Verfahren.
Zur Registrierung: http://service.diplo.de/registrierungav
Sie werden künftig automatisch in regelmäßigen Abständen aufgefordert werden, Ihre Angaben zu bestätigen bzw. zu aktualisieren. Damit sollen Vollständigkeit und Aktualität der Registrierungen im Sinne einer wirksamen Krisenvorsorge und –bewältigung sichergestellt werden. Bitte beantworten Sie die automatisch zugehenden Aufforderungen deshalb im eigenen Interesse.

Bitte weisen Sie auch andere Deutsche auf die Registrierungsmöglichkeit hin.

 

3. Krisenvorsorge bedeutet vor allem:

  • Vorratshaltung (Lebensmittlel für ca. zwei Wochen, Brenn- und Treibstoff, Trink- und Brauchwasser, Hygieneartikel, Medikamente)
  • Vergewisserung, dass Pässe und Aufenthaltsgenehmigungen gültig sind
  • Vorbereitung von Notgepäck einschl. Verpflegung für eine kurzfristig notwendige Ausreise bzw. den Evakuierungsfall (s. Anlage)
  • Erkundung von Verkehrswegen zur Botschaft und zu ggf. kurzfristig festgelegten Sammelpunkten
  • Absprachen mit Nachbarn und in der Nachbarschaft lebenden EU-Bürgern oder Bürgern anderer befreundeter Staaten (örtliche Netzwerke)

Überlegen Sie bitte auch selbst unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Situation und Bedrohungslage, welcher Zeitpunkt für die eigene Ausreise oder die Ausreise von Familienangehörigen am günstigsten ist bzw. angeraten erscheint und treffen Sie entsprechende Vorbereitungen (persönliche Papiere, Impfungen, Notgepäck). Behalten Sie dabei bitte auch die eingeschränkten internationalen Flugverbindungen aus Venezuela im Auge. Im Falle einer getrennten Ausreise empfiehlt es sich, aktualisierte Vollmachten für die Ausreise minderjähriger Kinder in Begleitung nur eines Elternteils sowie die Geburtsurkunde bereit zu haben.

 

4. Krisenfall
Halten Sie im Fall von Spannungen und erst recht bei Ausbruch einer akuten Krise Kontakt zur Botschaft sowie zu Angehörigen befreundeter Nationen in Ihrer Nachbarschaft. Verfolgen Sie die Nachrichten über die Ihnen zugänglichen Quellen (Internet, Radio, Fernsehen). Seien Sie sich dabei im Klaren, dass im Krisenfall gerade über soziale Medien schnell Falschmeldungen in Umlauf kommen.

Die Botschaft hält im Krisenfall Schutzsscheine bereit, die ggf. an Ihren Häusern und Kraftfahrzeugen angebracht werden können. Diese dienen primär dazu, sich selbst und Ihr Eigentum als deutsch ausweisen und sich möglicherweise Respekt bei eventuellen Kontrollen verschaffen zu können. Eine weitergehende Schutzfunktion haben derartige Unterlagen jedoch nicht.

Beachten Sie bitte auch die einschlägigen Impfvorschriften bzw. -empfehlungen und führen Sie Ihren Impfpass neben Ihren Ausweispapieren ständig bei sich. Einige Länder Süd- und Mittelamerikas verlangen bei Einreise eine gültige Gelbfieberimpfung.

Bewahren Sie Ruhe. Vermeiden Sie provozierende Handlungen gegenüber Behörden und Bewohnern des Gastlandes. Erregen Sie kein unnötiges Aufsehen.

Stellen Sie sich bei Bedarf für Gemeinschaftsaufgaben der deutschen Gemeinde zur Verfügung. (z.B. Wach- und Ordnungsdienst, Telefonbereitschaft, Transportdienst)

 

5. Evakuierungsfall
Die Teilnahme an Evakuierungsmaßnahmen der Botschaft ist freiwillig. Die Kosten der Evakuierung werden vom Bund vorgelegt; die evakuierten Personen haben jedoch gemäss § 6 Absatz 2 Konsulargesetz die Kosten nach Abschluss der Aktion anteilig zu erstatten. Sie werden gebeten werden, eine entsprechende Erklärung zu unterzeichnen. Nicht verauslagt werden die Kosten der Unterbringung am Zielort, die Kosten der Weiterbeförderung vom Zielort an einen dritten Ort sowie die Kosten der Rückehr in das (frühere) Krisengebiet.
Die Botschaft weist auch vorsorglich darauf hin, dass es der Bundesregierung nicht möglich ist, das Krisen- und Evakuierungsrisiko zu übernehmen, z.B. durch den Ausgleich von Gesundheits und Vermögensschäden als Folge einer Krise und einer damit im Zusammenhang stehenden Evakuierung.

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise zur Zusammenstellung Ihres Evakuierungsgepäcks.

 

Hinweise für die Zusammenstellung von Evakuierungsgepäck:

Dokumente (in wasserdichten Plastikbeuteln):

- Reisepass/Personalausweis (Visum/-Gültigkeit)
- Impfpass (Gültigkeit)
- Ggf. Flugticket
- Sonstige Dokumente/Urkunden (Führerschein, Versicherungspolicen etc.) und Wertsachen
- Geld und Devisen

Grundbedarf an Lebensmitteln:

- Konserven, evtl. Reis, Nudeln, Mehl, Trockensuppen, getrocknete Hülsenfrüchte
- ggf. Babynahrung
- Getränke (Wasser, Thermosflasche)


Ausrüstungsgegenstände:

- Ersatzgarnitur an Wäsche und Bekleidung
- Hygieneartikel, Toilettenapier
- Mobiltelefon nebst Ladegeräat
- Taschenmesser, Dosenöffner
- Taschenlampe (Batterien), Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeug
- Weltempfänger (Batterien)

Notapotheke:

- Diarrhöepräparate, Schmerzmittel, Antiallergika, Antibiotika
- Verbandszeug
- Sonnenschutzmittel, Insektenschutz

 

Hinweise für die Sammellager-Ausrüstung (zusätzlich zum Evakuierungsgepäck):

- Geschirr, Besteck, Trinkbecher, Feldflasche
- Kochtopf
- Spirituskocher
- Brennstoff
- Schlafsäcke
- Campingspaten oder Schaufel / Hacke
- Zeltausrüstung (der Familiengröße angemessen)
- Klappliegen
- Luftmatratzen
- Moskitonetze

Bitte beachten Sie: Bei Luftevakuierungen gelten Gewichtsbeschränkungen. Je nach Situation kann es im Einzelfall erforderlich sein, dass sich jeder Passagier auf ein Handgepäcksstück beschränkt (max. Gewicht : 10 kg).

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